CONAN

Wer ist Conan? Wie ist Conan?

Nun, erst einmal: Conan ist mehr als nur "Conan der Barbar". Conan wird leider, bedingt durch Filme, Comics und Videospiele als halbnackter, gewalttätiger Primitivling wahrgenommen. Dies ist jedoch nicht der echte Conan. Robert Howardbild: conan diskutiert mit publius schuf mit Conan vielmehr einen vielschichtigen Charakter.

Die Abbildung rechts zeigt eine gelungene Visualisierung einer Szene aus "The Hour of the Dragon", gezeichnet von Gary Gianni. Hier sehen wir König Conan auf der Flucht (!), getarnt als einfacher Söldner diskutiert er mit einem ehemaligen Piratenkollegen, Publius.

Die Abbildung weiter unten, gezeichnet von Gregory Manchess, zeigt uns Conan in einer Szene aus "The Black Stranger". Conan betritt das Geschehen in einer Piratengeschichte. Diese recht textgetreue Zeichnung wird für viele Leser ungewohnt sein - sie passt so gar nicht in das gängige Bild des Cimmeriers.

CONAN ist ein Abenteurer, der in seinem wechselvollen Leben die verschiedensten Rollen inne hat. CONAN ist nicht der Charakter, der als junger Barbar aus dem Norden kommt und sich weiterentwickelt, bis zum König von Aquilonien. Das ist eine Erfindung Sprague de Camps. Howard hat Conan anders konzipiert. Bei Howard ist Conan ein Mensch, der im hier und jetzt lebt. Conan ist intelligent und tatkräftig. Er spricht fließend mehrere Sprachen, er kann lesen und beherrscht schwierige Künste wie etwa das Navigieren von Schiffen. Als Wanderer durch die hyborische Raumzeit erlebt er Abenteuer die so wechselvoll sind wie Hyboria selbst. In einem Abenteuer ist er Söldner in einer Stadt die den Märchen aus 1001 Nacht entstammen könnte, im nächsten Abenteuer ist er König eines quasi-mittelalterlichen Staates, um im übernächsten Abenteuer Scout in einer 'Frontier' zu sein, die an die Besiedlung Nordamerikas erinnert. DAS ist der entscheidende Aspekt dabei: Conan ist mal dies, mal jenes. Es gibt keine logische Folge dabei. Das eine baut nicht auf dem anderen auf. bild: Conan als Pirat Conan bedauert sein Handeln nicht, Conan handelt. Dabei baut Conan auf das, was Howard als "Barbarism" bezeichnet - auf Instinkt und angeborene Talente. So hat Conan niemals "kämpfen gelernt". Ganz sicher hat er auch niemals eine Schulbank gedrückt. Conans angeborene Intelligenz hat es ihm offenbar ermöglicht, alles was er zum Leben wissen muss, durch Eigeninitiative selbst erlernen zu können.

-wird fortgesetzt